Ein Hauch vom Wilden Westen
Erstmalig Westerntreffen auf dem Schießplatz am Kiebitzmoor
Frei nach dem Truckstop-Ohrwurm fängt „der wilde, wilde Westen gleich hinter Grevesmühlen an“ – wer's nicht glaubt, wurde am vergangenen Sonnabend in der Nähe des Kiebitzmoors eines Besseren belehrt: Cowboys auf Schusters Rappen und im echten Pferdesattel gaben sich ein Stelldichein, zünftig mit Pelztiertrophäe kamen auch Trapper hinzu. Beim „Westerntreffen 2004“ hatten Erwachsene und Kinder ihren Spaß.
Die Interessenten hatte der Jagdliche Schießsportclub (JSSC) Grevesmühlen auf das Gelände des Schießstandes am Kiebitzmoor gelockt. „Eine Veranstaltung dieser Art führen wir hier zum ersten Mal durch“, berichtete der Vorsitzende Arno Kammer. Zwar sei ein solches Spektakel nicht typisch für die Clubarbeit, aber „es sollte mal etwas Lockeres, auch offen für jeden Einwohner, angeboten werden.“
Neugierig geworden auf das Westerntreffen war Michael Heller aus Neu Degtow. „Ich wollte mir das mal anschauen, ist doch gut, wenn es mal was Neues gibt“, sagte der junge Vater. Mit Töchterchen Tessa durchstreifte er die Kinderfest-Stationen mit Pfeil- und Hufeisenwerfen, Nagelbalken und anderem mehr. Tessa erhielt dann als verdienten Lohn auch ihren „Trapperpass“.
Da es nicht nur ein Hauch vom Wilden Westen sein sollte, mussten die erwachsenen Westernhelden ihre neuzeitlichen Waffen verschlossen halten. Stattdessen griffen sie zu Kutscherflinte – die besondere Fingerfertigkeit verlangt – , Winchester, Vorderlader und Colt. Auf der 50-Meter-Schießbahn wurde mit dem Unterhebelrepetierer angelegt. Allerdings war hier der sonst heimische „Laufende Keiler“ in einen „Laufenden Büffel“ verwandelt – wie könnte es in der weiten Prärie anders sein!
Den entscheidenden Anstoß zu diesem Treffen hatte JSSC-Mitglied und durch und durch bekennender Westernfan Helmut Basler gegeben. „Da gehe ich drin auf“, sagte er und in seinem Cowboy-Outfit könnte man meinen, er sei gestern noch auf der Ranch bei den Pferden gewesen. Aktiv bei der Vorbereitung, so Arno Kammer, waren auch Michael Grönkowski und Simone Basler, die sich um Trapperpass, Spiele und Preise für die Kinder bemühte.
Den Wanderpokal für den Sieger erhielt Bodo
Klewer vom JSSC vor Maik Tiessenhusen und Silvio Liebers. 

